Angesichts des demografischen Wandels, des Fachkräftemangels und der steigenden Arbeitsbelastung sind die Bedürfnisse von Ärztinnen und Ärzten zentral. Da ärztliche Tätigkeiten kaum im Homeoffice möglich sind und hohe Präsenz erfordern, stellt sich die Frage, wie medizinische Einrichtungen dennoch eine ausgewogene Work-Life-Balance ermöglichen können.
Worum geht es?
Seit 2024 setzt sich die AGZ zusammen mit der Fachstelle UND, Kompetenzzentrum für das Thema Vereinbarkeit zwischen Beruf und den anderen Lebensinhalten, mit dem Projekt Vereinbarkeit gezielt dafür ein, den Arztberuf in Praxen und Instituten attraktiver zu gestalten. Im Fokus steht eine bessere Balance zwischen beruflichen Anforderungen und dem privaten Leben – als Schlüssel für Motivation, Gesundheit und die langfristige Sicherstellung der medizinischen Versorgung.
Gemeinsam mit Ärztinnen und Ärzten sowie Institutsleitenden wurden konkrete Herausforderungen analysiert, Lösungen entwickelt und Massnahmen direkt in der Praxis erprobt.
Was hat das Projekt erreicht?
- Individuelle Perspektive: In Workshops reflektierten selbständig tätige Ärztinnen und Ärzte ihre persönliche Situation und entwickelten konkrete Strategien für mehr Vereinbarkeit – begleitet von der Fachstelle UND.
- Betriebliche Ebene: In Roundtables mit Institutsleitenden entstanden umsetzbare Massnahmen für Praxen und Institute – von Arbeitsmodellen bis zur Führungskultur.
- Praxisnaher Mehrwert: Alle Erkenntnisse fliessen in einen Leitfaden, der konkrete Impulse und Handlungsempfehlungen bietet – für Einzelpersonen und Betriebe.
Impulse und Handlungsempfehlungen
Im Herbst 2026 schliesst das Projekt mit einer Veranstaltung und der Publikation des Leitfadens ab. Dieser Leitfaden bündelt die wichtigsten Erkenntnisse und zeigt auf, wie Vereinbarkeit im ärztlichen Alltag konkret gelingen kann. Das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann unterstützt das Projekt mit Finanzhilfen.