DIE STANDESORGANISATION DER ZÜRCHER ÄRZTINNEN UND ÄRZTE

Die AGZ vertritt die Interessen von rund 5‘700 diplomierten Ärztinnen und Ärzten im Kanton Zürich. Sie fördert den Zusammenhalt der Zürcher Ärzteschaft und setzt sich dafür ein, ihren Mitgliedern adäquate Rahmenbedingungen für die Ausübung des Arztberufes zu erwirken.


Die AGZ unterstützt ihre Mitglieder mit Dienstleistungen im beruflichen, wirtschaftlichen, rechtlichen und sozialen Bereich. Sie setzt sich für die Qualität der medizinischen Berufsbildung (Aus-, Weiter- und Fortbildung) und die Qualität und Wirtschaftlichkeit der ärztlichen und  medizinisch-technischen Dienstleistungen ein.


Die AGZ pflegt das Vertrauensverhältnis zwischen Ärzteschaft und Öffentlichkeit, Behörden und anderen Institutionen und gestaltet als starker und dynamischer Partner die Zukunft der Gesundheitsversorgung im Kanton Zürich mit.

News

Stellungnahme des AGZ-Vorstands zum Ergebnis der FMH Urabstimmung

Urabstimmung TARMED:
Bestätigung für AGZ - Nein zur kostenneutralen Tarifrevision

Die Basis der Ärztinnen und Ärzte hat ein deutliches Signal gesetzt und die in einer Urabstimmung zur Beschlussfassung vorgelegte Revision des ambulanten Arzttarif TARMED abgelehnt. Die AGZ fühlt sich damit in Ihrem Engagement für eine zeitgemässe und faire Bezahlung der ärztlichen Leistungen bestätigt. Die AGZ setzt sich gegen die vom Bund und den Versicherern dogmatisch geforderte Kostenneutralität ein.

Die AGZ AERZTEGESELLSCHAFT DES KANTONS ZUERICH hat mit ihrer Empfehlung 7 x NEIN vor allem die kostenneutrale Umsetzung der Tarifrevision abgelehnt. Seit 20 Jahren steigen die Kosten für die Arztpraxen (Mieten, Löhne). Seit 20 Jahren findet das keinen Niederschlag im TARMED, der die Grundlage für das Arzthonorar auf den Arztrechnungen ist. Politik und Krankenkassen argumentieren mit der Forderung nach der Kostenneutralität der ambulanten Arztleistungen: Weil das Volumen der Arztleistungen zunimmt, muss der Tarif gesenkt werden, damit die Arztleistungen in Summe nicht mehr kosten.

Nicht die Ärzte sind schuld am steigenden Volumen ihrer Leistungen. Im Vergleich zum Jahr 2004, dem Einführungsjahr des TARMED versorgen die Ärzte heute 800‘000 Menschen mehr. Es gibt heute 300‘000 mehr Menschen, die älter als 65 sind. Das heisst, immer mehr und immer mehr ältere Menschen müssen in ambulanten Arztpraxen versorgt werden. Dazu kommt, dass wegen des medizinischen Fortschritts heute in vielen Fällen eine ambulante Behandlung möglich ist, wo noch vor 5 oder 10 Jahren ein stationärer Spitalaufenthalt nötig war. Das ist für die Gesundheit schonender und ausserdem wesentlich günstiger als eine vergleichbare Behandlung in einem Spital oder Spitalambulatorium. Es sind auch nicht die ambulanten Arztkosten, die die wahren Kostentreiber im Gesundheitswesen sind. Praxisambulant tätige Ärzte verursachen lediglich 15% der gesamten Gesundheitskosten.

Mit der Forderung nach Kostenneutralität der ambulanten Arztleistungen werden die ungelösten Finanzierungsprobleme des Gesundheitswesens auf dem Rücken der ambulant tätigen Ärzte ausgetragen. Das muss aufhören, weil wegen des steigenden Kostenrisikos und einer sinkenden Bezahlung, die in keinem angemessenen Verhältnis zum Arbeitseinsatz und der permanenten Verfügbarkeit in einer Arztpraxis stehen, immer mehr Arztpraxen schliessen.

Wer Kostenneutralität fordert, gefährdet die Aufrechterhaltung der ambulanten Versorgung der Bevölkerung. Die AGZ macht bei diesem gefährlichen Spiel nicht mehr weiter mit. Die AGZ nimmt ihre Verantwortung für die ambulante Gesundheitsversorgung war. Die AGZ fordert angemessene Arzthonorare – im Interesse der Ärzte und der Patienten.

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