DIE STANDESORGANISATION DER ZÜRCHER ÄRZTINNEN UND ÄRZTE

Die AGZ vertritt die Interessen von rund 5‘800 diplomierten Ärztinnen und Ärzten im Kanton Zürich. Sie fördert den Zusammenhalt der Zürcher Ärzteschaft und setzt sich dafür ein, ihren Mitgliedern adäquate Rahmenbedingungen für die Ausübung des Arztberufes zu erwirken.


Die AGZ unterstützt ihre Mitglieder mit Dienstleistungen im beruflichen, wirtschaftlichen, rechtlichen und sozialen Bereich. Sie setzt sich für die Qualität der medizinischen Berufsbildung (Aus-, Weiter- und Fortbildung) und die Qualität und Wirtschaftlichkeit der ärztlichen und  medizinisch-technischen Dienstleistungen ein.


Die AGZ pflegt das Vertrauensverhältnis zwischen Ärzteschaft und Öffentlichkeit, Behörden und anderen Institutionen und gestaltet als starker und dynamischer Partner die Zukunft der Gesundheitsversorgung im Kanton Zürich mit.

News

News 2/2015 13.02.2015

Anlaufstellen der AGZ für Beschwerden von Patienten

Das gesundheitliche Wohl der Menschen ist oberstes Ziel ärztlichen Handelns. Dieser Grundsatz der ärztlichen Berufsausübung ist für alle Mitglieder der FMH und der AGZ verbindlich. Die AGZ und die FMH wachen darüber, dass alle Ärztinnen und Ärzte dieser Regel folgen. Dazu sind verschiedene Aufsichts- und Beschwerdestellen eingerichtet, an die sich Patienten mit ihrem Anliegen wenden können.

 

Ombudsstelle der AGZ

Patientinnen und Patienten, die mit einer ärztlichen Behandlung unzufrieden sind, können sich an die Ombudsstelle der AGZ wenden. Sie ist eine unabhängige Beschwerde- und Vermittlungsinstanz. Sie schlichtet Konflikte zwischen Arzt und Patient, ist aber keine Gutachterstelle; sie hat ebenso wenig Entscheid- oder Strafkompetenz. Das Verfahren ist für Patienten kostenlos. Die Adresse der Ombudsstelle lautet:

Ombudsstelle
AGZ AERZTEGESELLSCHAFT DES KANTONS ZUERICH
Nordstrasse 15
8006 Zürich

 

Ehrenrat der AGZ

Die Ombudsstelle kann in schwerwiegenden Fällen beim Ehrenrat der AGZ Klage einreichen. Der Vorstand der AGZ prüft jede Anzeige – auch jene von Drittpersonen oder Fachgesellschaften – und leitet in begründeten Fällen ein Verfahren ein, welches einem zivilrechtlichen Gerichtsprozess ähnlich ist. Der Ehrenrat kann die verklagten Ärzte rügen, Geldbussen verhängen oder im schlimmsten Fall aus der Standesorganisation AGZ ausschliessen. Die AGZ kann einem Arzt jedoch nicht verbieten, weiterhin ärztlich tätig zu sein. Dafür ist die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich als staatliche Aufsichtsstelle zuständig.

 

Gutachterstelle der FMH

Wenn ein Patient vermutet, dass er infolge eines Diagnose- oder Behandlungsfehlers einen erheblichen Gesundheitsschaden erlitten hat, kann er sich an die Gutachterstelle der FMH wenden.

Wenn der AGZ von Patientinnen und Patienten wiederholte bzw. schwerwiegende Verletzungen der ärztlichen Berufspflichten angezeigt werden, nimmt die AGZ auch mit der

 

Gesundheitsdirektion als staatliche Aufsichtsstelle Kontakt auf.

Um selbstständig ärztlich tätigt sein zu dürfen, bedarf jeder Arzt einer Bewilligung der Gesundheitsdirektion (Berufsausübungsbewilligung). Der Kantonsarzt überprüft diese Bewilligung zur Berufsausübung in regelmässigen Abständen und wacht über die Einhaltung der Berufspflichten nach dem Medizinalberufegesetz (MedBG). Die Behörde ist befugt, jederzeit unangemeldet Kontrollen und Inspektionen durchzuführen. Sie kann verwaltungsrechtliche Sanktionen ergreifen, insbesondere Berufsausübungsbewilligungen einschränken oder gar entziehen und/oder Praxen schliessen.

Patientinnen und Patienten können Missstände direkt beim Kantonsärztlichen Dienst der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich melden.

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